Hintergrund und Ziele der TREND-Studie
 

Das Parkinson-Syndrom und die Alzheimer-Demenz sind häufige, schwere chronische Erkrankungen. Beide treten aber nicht plötzlich auf. Vor den ersten sichtbaren Symptomen ist bereits eine große Anzahl von Nervenzellen über Jahre zugrunde gegangen. Ursache und Art dieser frühen Schädigung sind bis heute wenig verstanden.

 

Symptome als Risikofaktoren – Früherkennung ist wichtig

Verschiedene Untersuchungen deuten jedoch darauf hin, dass ältere Menschen mit bestimmten Symptomen möglicherweise ein erhöhtes Risiko haben, an einem Parkinson-Syndrom oder einer Alzheimer-Demenz zu erkranken.

Zu diesen Symptomen gehören:

  • Auffälligkeiten im Ultraschall des Gehirns
  • Störung der Geruchswahrnehmung
  • REM-Schlafstörung
  • Depressionen
  • verminderte Mitbewegung einer Körperseite bei starker körperlicher Belastung
  • autonome Dysfunktionen  


Das bedeutet nicht, dass alle Menschen mit diesen Symptomen an einem Parkinson-Syndrom oder der Alzheimer-Demenz erkranken. Vielmehr sind die meisten Menschen mit den oben genannten Störungen nie von einer der beiden Erkrankungen betroffen.

Dennoch können diese Symptome (sie werden auch klinische und bildgebende Marker genannt) auf eine Frühphase der beiden Erkrankungen hindeuten und somit wichtige Hinweise für den Verlauf bis zur Entwicklung eines Parkinson-Syndroms oder einer Alzheimer-Demenz geben.

 

Ziel der Studie

Ziel der TREND-Studie ist es, Daten zu diesen Markern VOR einer Erkrankung zu sammeln. Dazu werden im 2-Jahres-Abstand 1200 gesunde Probanden untersucht. Durch die erhobenen Daten hoffen wir, Erkenntnisse über die Entstehung und Entwicklung der beiden Erkrankungen zu gewinnen, die es uns ermöglichen, die Erkrankungen künftig früher diagnostizieren und nervenzell-schützende Therapien frühestmöglich ansetzen zu können. Dies ist in unserer immer älter werdenden Bevölkerung von großer Bedeutung.