Tanzcafé Alois für Senioren, demenziell erkrankte Menschen und deren Angehörige im TRZ Tübingen

Tanzen verlernt man nicht, es ist gesund, steigert die Beweglichkeit, die Merkfähigkeit und die Reaktions- und Konzentrationsfähigkeit und macht vor allem Spaß. Zum kostenlosten Tanzen gibt es auch Kaffee und Gebäck und bietet eine gute Gelegenheit nette Gleichgesinnte kennen zu lernen. Für weitere Informationen und eine Anmeldung kann man sich unter der Nummer 07071 980513 bei der Tübinger Familien- und Altershilfe melden.

 

Termine je von 14.30 Uhr bis 16.30 Uhr:

  • 21.04.2017
  • 26.05.2017
  • 09.06.2017
  • 28.07.2017
  • 18.08.2017
  • 08.09.2017

Das Projekt ist eine Kooperation von Beratungsstelle für ältere Menschen und deren Angehörige e.V., Tübinger Familien- und Altershilfe e.V., TTC Rot Gold Tübingen e.V., Universitätstadt Tübingen und Netzwerk Demenz in Stadt und Landkreis Tübingen


Kooperationen mit anderen Forschungsteams (aus dem Infobrief Dezember 2016)

Die TREND-Studie arbeitet gemeinsam mit international anerkannten Wissenschaftlern zusammen. Bei diesen Kooperationen nutzen wir die Expertise und Ressourcen gemeinsam um unser Forschungsfeld zu erweitern. Dabei werden selbstverständlich die strengen Datenschutzbestimmungen stets eingehalten. An dieser Stelle möchten wir die wichtigsten Kooperationen vorstellen:

  • Innere Medizin der UKT misst für uns den Langzeitblutzuckerwert (HbA1c) und bietet Ernährungsberatung bei einigen TREND-Probanden an.
  • Für das Mikrobiom-Projekt in Finnland konnten alle Probanden, die daran interessiert waren Stuhlproben in das Labor des Hertie-Instituts schicken. In Finnland wird der Einfluss der Bakterienstämme auf dem Körper untersucht.
  • In Kooperation mit der Universität Saarland wird ein weiteres Blutröhrchen abgenommen um Biomarker zu finden. Diese sollen dabei helfen eine frühzeitige Diagnose-Sicherung von Erkrankungen in Zukunft zu gewährleisten.
  • In Luxemburg wurde ein großes Forschungsprojekt ins Leben gerufen, das sich zur Aufgabe gemacht hat die Parkinson-Krankheit besser zu verstehen (NCER-PD). Proben der TREND-Studie und anderer großer Studien werden in diesem Projekt untersucht, um neue Risiko- und Verlaufsmarker zu identifizieren.
  • In Kooperation mit der Universitätsklinik Kiel werden die Bewegungsmessung sowie die Ultraschalldaten ausgewertet.
  • Die Bioimpedanz-Messung wird in Zusammenarbeit mit dem Universitätsklinikum München ausgewertet
  • In einem europäischen Verbundsprojekt werden TREND-Daten im Vergleich zu Erhebungen anderer Studien ausgewertet.

 


Polyneuropathie (aus dem Infobrief Juni 2016)

Bei dieser Erkrankung haben die peripheren Nerven Schwierigkeiten Nachrichten zwischen unseren Sinnesorganen (meist den Tastorganen in unserer Haut) und dem Gehirn weiterzuleiten. Dabei können Schmerzen, Brennen, Kribbeln, Taubheitsgefühl oder Bewegungsprobleme in den Armen und Beinen auftreten. Mit zunehmenden Alter nimmt die Häufigkeit dieser neurologischen Erkrankung zu. Dabei können klinische Zeichen oft auch auftreten ohne dass Sie Beschwerden haben. Entdeckt wird eine mögliche Polyneuropathie durch die Untersuchung der Muskeleigenreflexe und des Vibrationsempfindens mit einer medizinischen Stimmgabel.

Die Ursachen können vielfältig sein, häufig lässt sich die Ursache auch nicht genau feststellen. Zu den häufigsten Ursachen zählen:

  • Diabetes mellitus (60% der Diabetiker sind betroffen)
  • Alkoholmissbrauch
  • Durchblutungsstörung
  • Vitaminmangel (Vitamin B1, B12)

Wenn die Ursache bekannt ist, kann die Therapie dementsprechend gestaltet werden. Aber auch die Schmerztherapie ist ein wichtiger Bestandteil der Behandlung.


Das LebensPhasenHaus in Tübingen (aus dem Infobrief Dezember 2015)

Die älterwerdende Gesellschaft stellt Medizin, Forschung, Wirtschaft und Industrie vor neue Herausforderungen. Es stellt sich die Frage, wie älteren und oft pflegebedürftigen Menschen geholfen werden kann im Alter möglichst lange zu Hause leben zu können. Um der Frage auf den Grund zu gehen, wie Familien und Alleinlebende durch moderne Technologien unterstützt werden können um in allen Lebensphasen komfortabel, sicher und mit hoher Lebensqualität wohnen zu können, wurde dieses Projekt ins Leben gerufen. Es ist ein Verbundsforschungsprojekt der Universität Tübingen mit Unterstützung verschiedener Partner aus Industrie und Wirtschaft.

Das sogenannte LebensPhasenHaus steht auf der Rosenau 9 in Tübingen, in diesem Haus kann der Einsatz von technischen Assistenzystemen und entsprechenden Dienstleistungen modellhaft getestet, demonstriert und erfahrbar gemacht werden. Es dient Pflegekräften, Ärzten, Handwerkern und Bauträgern als Plattform und Kompetenzzentrum. Dabei möchte es möglichen Anwendern und deren Angehörigen eine Begegnungsstätte sein. Es werden die Punkte Gesundheit/ Pflege, Komfort/ Energie, Sicherheit/ Mobilität und Kommunikation/ Entertainment für alle Phasen des Lebens erforscht. Das Haus ist jeweils von 13 bis 17 Uhr für alle Interessierte ohne Anmeldung geöffnet.

Weitere Informationen finden Sie im Internet unter: www.lebensphasenhaus.de

 


Zusammenhang von Langzeitblutzuckerwert und Demenz (aus dem Infobrief Juni 2015)

 

In einer US-amerikanischen Beobachtungsstudie konnte ein Zusammenhang zwischen Diabetes mellitus Typ 2 (auch "Alters-Diabetes" oder "Alterszucker" genannt) und einen beschleunigten Abbau kognitiver Fähigkeiten (z.B. Gedächtnis) im Alter belegt werden. Dabei zeigte sich auch, dass ein höherer Langzeitblutzuckerwert (HbA1c) mit schlechteren Ergebnissen bei einem Demenztest einhergeht. Auch in anderen Längsschnittuntersuchungen konnte dies nachgewiesen werden. Dies zeigt, dass Diabetes dem Gehirn schaden kann, womöglich durch eine verminderte Sauerstoffversorgung der Hirnzellen. Die genauen Ursachen sind aber bisher noch nicht klar; auch weiß man noch nicht, in wieweit andere Risikofaktoren für Demenz dabei eine Rolle spielen. Es wird empfohlen, Diabetes  angemessen zu behandeln und regelmäßig den HbA1c-Wert kontrollieren zu lassen.

In der TREND-Studie messen wir den HbA1c-Wert seit der 2. Untersuchungsrunde um auch diesen Risikofaktor in unserer Forschung zu berücksichtigen.
Ein unbehandelter oder schlecht behandelter Diabetes kann zu Spätschäden führen, u.a. Arteriosklerose, Herzinfarkt, Schlaganfall, diabetischer Retinopathie (Netzhauterkrankung), diabetischer Nephropathie (Niereninsuffizienz), Polyneuropathie (Nervenschädigung und als Folge Durchblutungsstörungen, v.a. an den Füßen, bis hin zur Amputation).

Was Sie tun können, um Ihr Risiko zu senken, an Diabetes zu erkranken:

  • Übergewicht reduzieren
  • Ernährungsumstellung (weniger Kohlehydrate, mehr Ballaststoffe)
  • Bewegung (3-4 Stunden pro Woche) regelmäßige Kontrolle des HbA1c-Wertes durch den Hausarzt

Einen guten Überblick über dieses Thema uns Studien, die sich mit diesem Thema beschäftigen, bietet ein Artikel aus der Stuttgarter Zeitung vom 11.08.2015, den Sie hier abrufen können.

 


 

Autoantikörper gegen Alzheimer-assoziiertes Protein bei Depressiven vermindert

 

Eine Depression erhöht das Risiko an der Alzheimer-Demenz zu erkranken, um das Zwei- bis Dreifache. Die Tübinger Wissenschaftler fanden heraus, dass bei depressiven Menschen die Menge der Antikörper gegen Amyloid-beta1-42, einem Protein, das eng mit der Alzheimer-Erkrankung assoziiert ist, im Blut reduziert ist.
Das Immunsystem verteidigt unseren Körper gegen Stoffe und Organismen, die von außen kommen, zum Beispiel gegen Bakterien und Viren. Es hat aber auch die Möglichkeit, Stoffe, die vom eigenen Körper produziert werden und möglicherweise nicht mehr nützlich sind, zu entfernen. Diesen Teil des Immunsystems bezeichnen wir als das Autoimmunsystem. Wir kennen dieses Autoimmunsystem vor allem durch rheumatische Erkrankungen, die durch ein überaktives Autoimmunsystem bedingt sind. Forschungsergebnisse aus den letzten Jahren legen nahe, dass bei Alzheimer-Patienten dieses Autoimmunsystem geschwächt sein könnte, und diese Personen erniedrigte Mengen von spezifischen Autoantikörpern haben. Das kann zumindest zum Teil erklären, warum vermehrt körpereigene Abfallstoffe, sogenanntes Amyloid-beta, nicht vom Gehirn entfernt werden können und sich dann in Form von „Plaques“ ablagern.
Genau dies zeigt nun auch die vorliegende Studie, die, so PD Dr. Walter Maetzler, Leiter der Tübinger Biobank und Erstautor dieser Veröffentlichung, darauf hindeutet, dass das erhöhte Risiko depressiver Menschen an einer Alzheimer-Demenz zu erkranken über eine spezifische Veränderung des Autoimmunsystems (mit)bedingt sein könnte.


Änderung der Hirnprozesse im Alter (Pressemitteilung vom 05.07.2012)

 

Nennen Sie möglichst viele Hauptwörter mit dem Anfangsbuchstaben „F“. Im Vergleich zum Aufsagen der Wochentage stellt diese Aufgabe eine größere Herausforderung an die Denkleistung dar. Eine Störung der Wortfindung gehört zu den frühesten Symptomen der Alzheimer-Demenz. Da diesen Symptomen oftmals eine Änderung der Hirnprozesse vorausgeht, werden diese und andere Faktoren im Rahmen der TREND-Studie (Tübinger Erhebung von Risikofaktoren zur Erkennung von NeuroDegeneration) an etwa 1200 gesunden, älteren Menschen (> 50 Jahre) wiederholt alle 2 Jahren untersucht.
Mit der funktionellen Nahinfrarot-Spektroskopie (fNIRS) konnte das Forscherteam der TREND-Studie an 325 Versuchsteilnehmern eine Änderung unterschiedlicher Hirnprozesse mit steigendem Alter belegen. Bei der geistigen Suche nach Wörtern senkte das Alter der Versuchsteilnehmer die Aktivität in Bereichen der Sprachzentren, wohingegen die Aktivität in Bereichen der Aufmerksamkeits- und Handlungssteuerung zunahm. Dem entgegengesetzt war ein höherer Bildungsstand mit einer erhöhten Aktivität der Sprachzentren und tendenziell mit geringer Aktivität in den Arealen der Aufmerksamkeits- und Handlungssteuerung verbunden. Diese Befunde könnten eine Kompensation von Alterungsprozessen im Gehirn bedeuten, welche bei (noch) gesunden Menschen die geistigen Fähigkeiten erhält. Dieses Kompensationsprinzip und die individuellen Hirnprozesse bei Wortfindung könnten in Kombination mit weiteren Einflussfaktoren eine Möglichkeit zur Früherkennung der Alzheimer-Demenz darstellen.